Kulturempfang im Schafferhof

Veröffentlicht am 29.09.2016 in Landespolitik

In der Kulturscheune im Schafferhof reichten kaum die Plätze.

Kultur trifft Politik - Politik trifft Kultur

Zahlreiche Aktive im Kulturbereich Tätige folgten der Einladung zum Kulturempfang der BayernSPD-Landtagsfraktion in den Schafferhof nach Neuhaus.

Mit ihrer Kollegin Isabell Zacharias hatte Landtagsabgeordnete Annette Karl einen Glücksgriff getan und konnte so beim Kulturempfang am Schafferhof unter anderem Vertreter von Gesangsvereinen, mit Christian Höllerer und Norbert Neugirg zwei Aktive vom Oberpfalztheater, eine Abordnung des Kultourismusvereines Waldershof und neben der Leiterin des Internationalen Keramik-Museums Weiden, Stefanie Dietz, Vertreter von Musikschulen und Kulturvereinen begrüßen.

Zum Bericht des OTV

MdL Isabell Zacharias, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, machte deutlich, dass die Kulturvielfalt in Bayern aus allen Regionen des Freistaates komme. Leider werde dieses große Engagement der Ehrenamtlichen vom Freistaat zu wenig unterstützt. „So wie mit dem großen Renommee des Staatstheaters am Gärtnerplatz geworben werden kann, so kann man dies auch mit dem hervorragenden Zoigl tun“. Für Zacharias ist klar: „Das Staatstheater bei jeder Vorstellung pro Sitz mit 170 € zu fördern hat seine Berechtigung, dabei dürfen dann aber die nicht staatlichen Einrichtungen nicht vergessen werden.“

Die Abgeordnete verwies weiter auf den Kulturfond, der solche Einrichtungen mit sechs Millionen Euro jedes Jahr fördert und rief dazu auf, dieses Angebot noch mehr zu nutzen – bisher haben alle Anträge im Sinn des Fonds Geld erhalten. Anträge dazu sind bis Ende Oktober bei den Regierungen einzureichen. Kritisch sah MdL Karl, dass von den Kommunen leider immer zuerst im Bereich der Kultur gespart werden muss. Sie wünscht sich, dass die Kommunen durch eine Erhöhung des Umlageschlüssels generell mehr Geld vom Freistaat erhalten. MdL Zacharias könnte sich auch vorstellen, dass man in Bayern ein Kulturfördergesetz beschließt. Dies hat vor kurzem Nordrhein-Westfalen gemacht und fordert von den Kommunen eine Kulturförderung, für die das Bundesland dann auch Gelder zahlt.

Die Besucher des Kulturempfangs machten in ihren Beiträgen deutlich, dass die Bürokratie und Abgaben an GEMA und andere viel Engagement ausbremsen. Problematisch sei auch, dass immer weniger Bühnen für die Theater zur Verfügung stehen. Hier könnten Freistaat und Bezirk die Ehrenamtlichen mehr unterstützen, indem vorhandene Räumlichkeiten kostengünstig zur Verfügung gestellt würden.

Bürgermeister und Kreisrat Günter Stich verwies auf die hohen Ausgaben der Kommunen für die Musikschulen. „Diese Ausgaben sind für die Zukunft hervorragend angelegtes Geld – nur der Freistaat muss seine Zuschüsse erhöhen“. Gab es früher eine Drittelung der Kosten – Freistaat, Kommune und Eltern sollten jeweils zu gleichen Teilen die Kosten tragen – muss man heute froh sein, wenn der Freistaat irgendwann mal eine zehnprozentige Unterstützung leistet. Stich betonte, dass jeder Euro für die künstlerische Bildung bestens angelegtes Geld sei – die Gesellschaft profitiere enorm von diesen Kindern und Jugendlichen. Die Forderung nach höheren Zuschüssen für die Musikschulen, die auch die weiteren anwesenden Bürgermeister unterstützten, nehmen Karl und Zacharias in die anstehenden Beratungen des Doppelhaushaltes 2017/18 für Bayern mit.

 

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